Travel Guide für Bangkok

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Bangkok ist die wohl exotischste Stadt, die ich bisher besucht habe. Obwohl ich mittlerweile seit mehreren Jahren in Berlin wohne und somit den Trubel einer Großstadt gewohnt bin, hat mich Bangkok noch einmal komplett umgehauen – die Menschenmassen, die Gerüche, der Verkehr und die Hitze. Wow! Entweder man liebt die Stadt oder man möchte nie wieder hin. Mir gefällt Bangkok sehr, doch mehrere Tage am Stück oder gar eine Woche, kann ich mir dort nicht vorstellen. Denn man unterschätzt, wie anstrengend Bangkok sein kann. In meinem Beitrag möchte ich euch mit in die Hauptstadt Thailands nehmen und mit euch meine Erfahrungen teilen. Damit der Travel Guide an Übersichtlichkeit gewinnt, habe ich diesen Beitrag in die Kategorien ReisenSchlafen, Sehen und weitere Tipps unterteilt.

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Reisen

Mein Freund und ich sind Ende August nach Bangkok geflogen. Wir sind direkt vormittags an einem Samstag von Berlin Tegel über Abu Dhabi nach Bangkok gestartet und am Sonntag um 7.30 Uhr in Bangkok gelandet. Auch wenn Bangkok gefühlt am anderen Ende der Welt liegt, muss ich sagen, dass zweimal ca. 6 1/2 Stunden Flug wirklich völlig akzeptabel sind. Durch das Umsteigen in Abu Dhabi kann man sich die Beine vertreten, kurz in Duty Free Shops bummeln oder eine Kleinigkeit essen. Für unseren Flug haben wir inklusive Reiserücktrittskostenversicherung knapp unter 600 Euro pro Person gezahlt.

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Vom Aiport Suvarnabhumi in Bangkok gibt es dann mehrere Wege, wie ihr am besten zu eurer Unterkunft fahren könnt. Mein Tipp: Nehmt euch vom Flughafen ein Taxi zu eurem Hotel. Taxi fahren ist in Thailand sehr, sehr günstig. Selbst wenn euer Hotel in der Nähe einer Metrostation liegt, empfehle ich euch die Wahl eines Taxis. Aus mehreren Gründen: In Bangkok ist es extrem heiß und euer schwerer Koffer wird in der Hitze nicht leichter. Außerdem fährt die Metro oberirdisch, es gibt aber kaum Rolltreppen oder Fahrstühle, weshalb ihr eurer Gepäck hoch- und runtertragen müsst. Und noch ein letzter Punkt: Bangkok ist nicht unbedingt eine Stadt für Fußgänger. An manchen Ecken gibt es deshalb keine Ampeln, sondern Straßenüberführungen mit (!) Treppen. Das kann bei zwei oder drei Straßen sehr anstrengend werden. Ich spreche aus Erfahrung, wir haben uns nämlich gegen ein Taxi vom Flughafen entschieden und es definitiv bereut. Die wunderbar klimatisierte Metro könnt ihr auch später noch einmal nutzen – dann aber lieber ohne großes Gepäck. Es kann von Vorteil sein, wenn ihr vorab den Namen eures Hotels und eventuell auch die Adresse in Thai auf einen kleinen Zettel schreibt und dem Fahrer überreicht. Nicht jeder Taxifahrer versteht Englisch und auch die Aussprache ist sehr speziell.

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In Bangkok selbst sind wir dann entweder mit dem Taxi oder mit einem Tuk Tuk von A nach B gefahren. Die Preise für beide Verkehrsmittel sind erschwinglich, es gibt allerdings einiges zu beachten: Im Taxi sollte wirklich der Taxameter laufen und erfragt am besten vorab, wie viel eure Fahrt ungefähr kosten wird, damit es am Ende der Fahrt keine böse Überraschung gibt. Die Taxen in Bangkok sind in verschieden Farben lackiert. Es gibt zum Beispiel gelb-grüne, pinke oder blau-rote Taxen, die sich allerdings preislich nicht unterscheiden. Die Preise sind überall gleich. Die Farben der Taxen stehen lediglich für die unterschiedlichen Taxi-Unternehmen. Den größten Spaß machte uns allerdings eine Fahrt mit einem Tuk Tuk. Auch wenn die Taxen meist klimatisiert sind, haben die Tuk Tuks einfach ihren eigenen Charme. Die Tuk Tuks schlängeln sich durch den dichten Verkehr und manchmal sollte man sich im rasenden Verkehr wirklich gut festhalten. Vom Hotel wurde uns empfohlen, nur Tuk Tuks zu nutzen, die wir selbst heran gewunken haben. Denn an einigen Ecken Bangkoks stehen Tuk Tuk Fahrer und sprechen direkt Touristen an. Die sollen angeblich wesentlich teurer sein. Auch solltet ihr auf keinen Fall das Angebot annehmen, noch einen Abstecher zu einem Geschäft zu macht. Das ist eine beliebte Masche, um Touristen das Geld zu entlocken.

Schlafen

Wir haben uns dafür entschieden, zwei Nächte in Bangkok zu bleiben und am Dienstag weiterzureisen (dazu mehr in einem weiteren Travel Guide). Die Hotels in Bangkok empfanden wir als sehr günstig. Wir haben uns bewusst gegen eine Rucksack-Reise entschieden, sondern wollten unsere zwei Wochen, die wir in Thailand verbracht haben, genießen und uns den (bezahlbaren) Luxus von sehr guten Hotels in Thailand gönnen. Nach langer Recherche haben wir uns für Siam at Siam Hotel entschieden. Das Hotel liegt im Osten der Stadt und fußläufig ist die Metro-Station “National Stadium” zu erreichen. Das Siam at Siam Hotel bezeichnet sich selbst als Designer-Hotel und wird diesem Namen absolut gerecht. Die Ausstattung in dem Hotel und in den Zimmern ist sehr modern und hat uns sehr gut gefallen. Es ist sehr sauber und der Service erstklassig. Unser Zimmer und auch das Badezimmer waren sehr großzügig geschnitten. Neben einem sehr großen bequemen Bett gab es auch eine Sitzecke, von der aus wir durch die großen bodenlangen Fenster direkt das Treiben der Stadt beobachten konnten. Von dem Trubel und der Lautstärke der Stadt haben wir in unserem Zimmer nichts gehört.

Ein Punkt, warum wir uns für das Siam at Siam Hotel entschieden haben, war definitiv der Infinity Pool, von dem wir einem großartigen Blick über Bangkok hatten. Neben dem Pool gibt es auch eine Fläche für Liegestühle und eine kleine Bar, an der man sich Getränke kaufen kann. Nach einigen Stunden in Bangkok waren wir sehr froh, am späten Nachmittag noch einige Stunden hier verbringen zu können und uns im Pool abzukühlen.

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Noch kurz einige Worte zum Frühstück und zum Service: Das Frühstück war sehr lecker und umfangreich. Es gab, zumindest als wir dort waren, nur wenig Käse, aber ansonsten eigentlich alles. Neben der europäischen Küche wurden auch einige asiatische Spezialitäten angeboten. Das Personal im Siam at Siam Hotel in Bangkok war wahnsinnig freundlich und zuvorkommend. An der Rezeption gibt es einen eigenen Bereich, wo man sich über Bangkok informieren und zum Beispiel Touren buchen kann. Hier kauften wir auch die Bustickets für unsere Weiterfahrt, dazu dann mehr im nächsten Travel Guide zu Thailand.

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Für zwei Nächte haben wir übrigens 173,72 Euro inklusive Frühstück bezahlt. Es gibt sicherlich Hotels in Bangkok, in denen man günstiger schlafen kann, wir waren mit unserer Wahl allerdings äußerst zufrieden und würden jederzeit wieder dort übernachten.

Kleiner historischer Abriss: Übrigens, Thailand heißt erst seit Ende der 30er Jahre “Thailand”. Der Diktators Plaek Phibunsongkhram veranlasste 1939 eine Umbenennung in den Namen “Thailand”, zuvor wurde das Land vor allem von Ausländern “Siam” genannt – genauso wie der Name des Hotels in Bangkok. Seit dem gibt es im Land immer wieder Diskussionen um den Namen, denn einige Kritiker sind für die erneute Umbenennung in “Siam”.

Sehen

Bangkok bietet eine ganz Reihe toller Sehenswürdigkeiten. Da wir nur zwei Tage in der Stadt verbracht haben, haben wir bewusst auf einige Attraktionen verzichtet. Ende August war es in Bangkok auch wahnsinnig heiß, deshalb haben wir am späten Nachmittag auch lieber entspannt am Pool verbracht und gelesen. Denn bei 38 Grad und mehr hatten wir irgendwann keine Kraft mehr für Sightseeing. Was auf unserer To See Liste aber ganz weit oben stand und sicherlich kein Geheimtipp ist, waren der Grand Palace und Wat Phra Kaeo. In meinem Marco Polo Reiseführer wird die Sehenswürdigkeit sehr treffend beschrieben: “Der Palast und Tempel sind ein Gebäudeensemble wie aus einem orientalischen Märchen.” Der Palast wurden 1782 durch König Rama I. errichtet und beherbergt den königlichen Palast sowie die Thronhallen und einige Regierungsgebäude. Der Große Palast liegt auf einem Gelände von 218.000 Quadratmetern.

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Wat Phra Kaeo oder auch das Königliche Kloster ist nur wenige Meter vom Grand Palace entfernt und ist über einen Torweg verbunden. Hier befindet sich auch der Tempel des Smaragd-Buddhas. (Fun Fact: Der Buddha ist entgegen seines Namens nicht aus Smaragden gefertigt worden, stattdessen wurde die Figur aus einem Block grüner Jade gehauen.) Dieser Tempel gehört zu den am meisten verehrten Plätzen in ganz Thailand. Deshalb gibt es hier eine sehr strenge Kleiderordnung. Shorts, kurze Röcke oder Spaghetti-Tops sind ein absolutes Tabu – das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Für wenige Euro kann man sich allerdings luftige Hosen und eine Art Kimono vor Ort ausleihen.

Neben einigen weiteren sehr sehenswerten Gebäuden auf dem Gelände ist vor allem die Obere Terrasse mit ihren vier Hauptmonumenten ein absolutes Highlight. Um die Terrasse herum stehen Statuen von Elefanten und mythologischen Figuren.

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Für den Grand Palace solltet ihr euch insgesamt mindestens drei Stunden Zeit nehmen. Der Eintritt liegt bei 500 Baht – etwa 13 Euro, vor Ort gibt es übrigens kostenlose Wasserspender. Die Anlage ist täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 15.30 Uhr.

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Nicht weit vom Grand Palace entfernt und innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen ist Wat Pho, eine 45 Meter lange liegende Buddha Figur, die sich in einem kleinen Kloster befindet und lächelt. Der liegende Buddha aus Gold ist absolut sehenswert, wenn auf relativ schnell angesehen, allerdings ist auch der Klostergarten sehr schön. Die Anlage hat täglich von 18.30 bis 6.30 Uhr geöffnet und auch hier wird auf die Kleiderordnung hingewiesen. Es gibt auch hier eine Art Kimono, den man sich kostenlos ausleihen kann. Der Eintritt kostet 100 Baht – also etwa 2,60 Euro.

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Am zweiten Tag haben wir uns für eine Bootstour durch die kleinen Kanäle Bangkoks entschieden. Aufgrund der heißen Temperaturen hatten wir wenig Lust, die Stadt zu Fuß zu erkunden, deshalb war für uns die Bootstour ideal. Der Service im Hotel empfahl uns eine Anlegestelle, wovon man verschiedene Touren durch die Kanäle Bangkoks buchen konnte. Mit dem Taxi sind wird dann direkt dorthin gefahren und hatten Glück, direkt in ein Boot mit etwa zehn anderen Touristen steigen zu können. Die Boote sind ziemlich in die Jahre gekommen, aber irgendwie passte es zur Stadt. Die alten Holzboote mit einem Motor am hinteren Ende des Bootes durchqueren die engen, kleinen Kanäle – auch Khlong – genannt. Während der Fahrt über den Chao Phraya kann man die Stadt vom Wasser aus bewundern. Für eine Fahrt von 60 Minuten haben wir nur einige Euro pro Person gezahlt. Fragt am besten in eurem Hotel nach dem nächstgelegenem Stopp.

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Ausgestiegen sind wir übrigens nicht wieder an der Startposition, sondern wir wurden auf unseren Wunsch hin in China Town herausgelassen. Dem chinesischen Viertel solltet ihr unbedingt einen Besuch abstatten. Die engen Gassen mit zahlreichen, kleinen Geschäften laden zum Stöbern und Bummeln ein. Hier gibt es definitiv alles. Von lustigen Souvenirs, ungewöhnlichen Gewürzen, verrücktem Kinderspielzeug bis hin zu Mode und Accessoires ist hier alles zu niedrigen Preisen zu finden. Obwohl die Gassen nicht einmal genug Platz für die ganzen Menschenmassen bieten, kamen uns natürlich trotzdem Thais auf Motorrollern mitten in der Menge entgegen, aber auch das gehört eben zu Bangkok.

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Wer gerne Markenkleidung kaufen möchte, dem empfehle ich das Siam Center, das sich nicht weit von unserem Hotel befindet. In dem sehr modernen Einkaufszentrum gibt es bekannte Marken wie Esprit, Adidas, Havaianas, Forever 21 und viele mehr. Die Preise sind allerdings genauso wie in Deutschland und nicht, wie von uns vermutet, niedriger. Selbst die Auswahl ist sehr ähnlich, beispielsweise habe ich bei Esprit im Siam Center ein T-Shirt gesehen, dass ich mir selbst erst in Deutschland zwei Wochen zuvor online gekauft habe. Wer auf Schnäppchen aus ist, sollte sich lieber in China Town oder den heimischen Märkten umsehen.

Weitere Tipps 

Besucht auf jeden Fall einen Supermarkt in Bangkok. An jeder Ecke gibt es einen 7-Eleven, wo ihr euch mit Getränken, Snacks und anderen Lebensmitteln eindecken könnt. Neben heimischen Artikeln gibt es hier auch einige bekannte internationale Marken, die allerdings besondere Produkte für den asiatischen Markt entwickelt haben – zum Beispiel Mikado (heißt in Thailand Pocky) mit grünem Tee oder Pringles mit Sushi-Geschmack.

Für Mutige mit starken Mägen empfehlen sich die vielen kleinen Street Food Stände, die es überall in der Stadt gibt – gebratenes Hähnchen, frittierte Krebse und Fischbällchen. Die Preise liegen deutlich unter denen in Restaurants.

Ein absolutes Highlight soll der Baiyoke Tower 2 sein. Wir haben es während unserer zwei Tage in Bangkok leider nicht geschafft, das höchste Gebäude Thailands zu besuchen. Mit 304 Meter gehört der Wolkenkratzer allerdings nicht einmal unter die Top 50 der höchsten Gebäude der Welt. Eine atemberaubende Sicht über Bangkok hat man sicherlich dennoch. Ein Ticket kostet je nach Uhrzeit zwischen 300 und 400 Baht (8 bis 13 Euro).

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Die beste Reisezeit ist übrigens von November bis April. Wir reisten von Ende August bis Mitte September nach Thailand und hatten überhaupt keine Probleme mit der Regenzeit vor Ort. Dafür sind etwas weniger Touristen zu dieser Zeit in Bangkok und auch die Hotelpreise sind deutlich günstiger.

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Falls ihr noch weitere Tipps für Bangkok habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare. Solltet ihr noch Fragen rund um Bangkok und eine Reise nach Thailand haben, könnt ihr mir ebenfalls gerne schreiben.

Liebste Grüße
eure Anne ♡

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