Selbst gewerkelter Kerzenständer aus Holz

* Dieser Beitrag enthält Werbung.

Ich muss euch etwas gestehen: Ich bin 28 Jahre alt und habe bis vor ein paar Wochen nicht ein einziges Werkzeug besessen. Keinen Hammer, keinen Schraubendreher, keine Bohrmaschine. Überhaupt nichts – oder zählt eine Gartenschere? Es ist nicht so, dass wir kein Werkzeug besitzen, doch genau genommen, gehört das alles meinem Freund. Ich benutze das auch. Seit wenigen Wochen bin ich nun aber im Besitz von drei feinen Elektrowerkzeugen und reichlich Zubehör, denn ich habe in Zusammenarbeit mit Bosch Home & Garden* ein ziemlich tolles Projekt umgesetzt: einen selbst gewerkelten Kerzenhalter aus Holz in Form eines Sechsecks. Dafür waren Sägen, Schleifen und Bohren notwendig und was soll ich sagen: I did it.

Bosch Home & Garden habe ich bereits im Sommer bei einem DIY-Workshop auf der Malzwiese in Berlin kennengelernt und einige ihrer Produkte ausprobieren dürfen. Damals habe ich mir ein kleines Servierbrett aus Holz gebaut.

Vielleicht ist euch schon einmal aufgefallen, dass es bei Elektrowerkzeug von Bosch zwei verschiedene Farben gibt – blau und grün. Die Produkte der blauen Serie sind für Profis wie Handwerker gedacht, die grüne Serie ist für Heimwerker konzipiert. Bei dem Event im Sommer nutzen wir die grünen Elektrogeräte. Sie sind meist etwas kleiner und dadurch handlicher als ihre blauen Kollegen. Dadurch liegen sie viel leichter in der Hand – siehe Beweisfoto vom Sommer-Event. (Für alle, die direkt Schnappatmung bekommen: Meine Haare sind auch nach dem Einsatz noch dran. Für mein aktuelles Projekt habe ich meine Haare natürlich zu einem Dutt zusammengebunden.)

Für meinen ganz individuellen Kerzenhalter aus Holz kamen aus der grünen Serie von Bosch die AdvancedCut 50, der PSM 18 LI und der PSR 18 LI-2 zum Einsatz. Das sind eine NanoBlade-Säge, ein Akku-Multischleifer und ein Akku-Bohrschrauber. Alle drei Produkte sind easy in der Bedingung und auch für Anfänger wie mich geeignet. Sie liegen gut in der Hand, haben eine gute Größe und sind nicht zu schwer.  

Ich möchte euch nun ausführlich in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären, wie ihr meinen Kerzenhalter aus Holz nachbauen könnt. Ich gebe euch auch ein paar Tipps und verrate natürlich auch, welche Geräte bzw. welches Zubehör ich von Bosch genau benutzt habe.

Benötigte Materialien

1. Für euren Kerzenhalter benötigt ihr als erstes ein Stück Holz. Im Baumarkt ist die Auswahl sehr groß und ihr könnt frei wählen. Bedenkt, dass manche Holzarten weicher, manche härter sind. Weicheres Holz lässt sich insgesamt etwas leichter verarbeiten, ist aber natürlich auch empfindlicher. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass euer Holzstück mindestens zwei Zentimeter dick ist, damit ihr später die Aussparungen für die Kerzen bohren könnt und keine Löcher entstehen. Tipp: Im Baumarkt findet ihr in der Abteilung Zuschnitt meist eine große Kiste mit Holzresten. Die Holzplatten dort sind etwas günstiger und vielleicht habt ihr Glück und werdet genau dort fündig.

2. Bevor es an das Anzeichnen geht, schaut euch das Holzstück genau an und entscheidet euch für die schönste Stelle. Dreht das Holz dann einmal um. Angezeichnet wird auf der Rückseite.

3. Mein Kerzenständer soll in Form eines Sechsecks zugesägt werden. Zum Aufzeichnen eines gleichseitigen Sechsecks benötigt ihr zuerst einen großen Teller, der etwas größer sein sollte als euer späterer Kerzenständer. Mein Teller hatte einen Durchmesser von 32 cm. Mit einem Bleistift zeichnet ihr den Teller einmal nach. Alternativ könnt ihr auch einen großen Zirkel verwenden.

4. Die sechs Ecken eures Kerzenhalters müssen nun auf dem Kreis angezeichnet werden. Das klappt natürlich nicht auf gut Glück. Die Länge der Seiten des Sechsecks ist jeweils die Hälfte des Durchmessers eures Tellers. Einfacher gesagt: Seitenlänge des Sechsecks = Radius des Tellers. Oder ihr benutzt diesen Online-Rechner. Bei einem Durchmesser von 32 cm müssen meine einzelnen Seiten eine Länge von 16 cm haben. Die Seitenlängen könnt ihr nun mit Hilfe eines Lineals ganz einfach anzeichnen.

5. Nun beginnt das Werkeln: Ihr nehmt euer Stück Holz und legt es auf eure Arbeitsplatte, sodass eine Seite übersteht. Spannt das Holz mit zwei Schraubzwingen fest, damit es beim Sägen nicht verrutscht. Tipp: Bei weichem Holz empfiehlt es sich, dass ihr zwischen Holz und Werktischspanner ein Stück Pappe klemmt, damit ihr keine Druckstellen im Holz hinterlasst.

6. Aus Sicherheitsgründen solltet ihr nun lange Haare nach hinten binden, die Schutzhandschuhe anziehen und die Schutzbrille aufsetzen. Safety first! Wer möchte, kann auch noch Oropax nutzen.

7. Mit der Bosch AdvancedCut 50 könnt ihr nun auf der angezeichneten Linie sägen. Ich habe übrigens das Sägeblatt mit dem Namen nanoBLADE Wood Speed 50 verwendet. Das Sägen funktioniert mit der AdvancedCut 50 sehr einfach und schnell. Sägt das Holz komplett durch. Das Holzbrett umspannen und Seite für Seite weitersägen. 

8. Wenn das Sägen geschafft ist, werden die Seiten und Kanten mit dem Akku-Multischleifer PSM 18 LI von Bosch behandelt. Auch hierbei solltet ihr die Schutzhandschuhe und die Schutzbrille tragen. Dank des integrierten Microfilter-Systems wird der Staub zwar direkt aufgesaugt, dennoch geht auch hier die Sicherheit vor. Mit dem Multischleifer könnt ihr nun vor allem die Schnittflächen des Holzstückes bearbeiten, damit die Seiten schön glatt und eben werden. Beim PSM 18 LI sind bereits drei Sorten Schleifpapier dabei. Ich empfehle euch, zuerst das Schleifpapier mit der höchsten Körnungsangabe zu verwenden. Faustregel: Je höher die Körnungsangabe, desto feiner ist die Körnung. Die Angabe findet ihr auf der Rückseite des Schleifpapiers. Ich habe K160 verwendet und das hat ausgereicht. Wenn ihr aber noch gröbere Unebenheiten ausgleichen möchtet, könnt ihr auch K 120 oder K 80 nutzen. Das Schleifpapier lässt sich ganz einfach am Multischleifer via Klettverschluss abnehmen und befestigen. 

9. Für das Finish werden nun die Schleifschwämme von Bosch benutzt. Ich habe dieses Mal ohne Schutzhandschuhe vorsichtig mit den Fingern über das Holz gestrichen und getestet, ob noch kleine Kanten, Kratzer oder Unebenheiten vorhanden sind und diese noch einmal bearbeiten.

10. Das Holzbrett benötigt nun noch vier Aussparungen für die Kerzen. Wo die Kerzen am Ende auf dem Kerzenhalter stehen, könnt ihr frei wählen. Ich habe vier gleich große Münzen zur Hilfe genommen und ein bisschen herum probiert, welche Position mir am besten gefällt. Mit einem Bleistift zeichnet ihr dann jeweils einen kleinen Punkt an. Wenn ihr ganz genau arbeiten möchtet, nehmt ihr noch ein Lineal und messt die exakten Abstände ab.

11. Die Löcher habe ich mit dem Akku-Bohrschrauber – dem PSR 18 LI-2 – gebohrt. Wie der Name schon sagt, könnt ihr das Gerät sowohl zum Bohren kleiner Löcher (bis 35 mm) als auch zum Schrauben verwenden. Für das Bohren benötigt ihr einen sogenannten Forstnerbohrer. Diesen Aufsatz gibt es in verschiedenen Größen. Um den richtigen Forstnerbohrer zu verwenden, messt ihr zuerst den Durchmesser eurer Kerzen aus und greift dann zu einem Aufsatz, der zwei, drei Millimeter kleiner ist. Damit stellt ihr sicher, dass die Kerzen später auch wirklich fest in der Aussparung sitzen. Ich habe den Forstnerbohrer mit einem Durchmesser von 20 mm verwendet, da meine Kerzen einen Durchmesser von etwa 22 mm hatten. Das hat wunderbar gepasst. 

12. Damit euch das Holz nicht beim Bohren verrutscht, klemmt ihr das Brett wieder (eventuell zusammen mit einem Stück Pappe) am Tisch fest. Um eure Arbeitsplatte zu schützen, könnt ihr auch ein altes Holzbrett zwischen Tisch und Kerzenhalter klemmen. Falls ihr beim Bohren doch zu tiefe Löcher bohrt, bleibt der Tisch unbeschadet. Zum Bohren setzt ihr nun die Spitze des Forstnerbohrers auf eure angezeichneten Punkte und bohrt langsam die Löcher in das Holz. Tipp 1: Achtet darauf, dass ihr den Akku-Bohrschrauber gerade haltet, da sonst eure Löcher nicht gleichmäßig gefräst werden. Ihr könnt aber auch den Bohrer einmal aus der Aussparung nehmen und kontrollieren, ob ihr gleichmäßig bohrt und dann weitermachen. Tipp 2: Wie tief bohrt man in das Holz? Je länger eure Kerzen sind, desto tiefer sollte das Loch sein, damit die Kerzen auch stabil halten. Gleichzeitig solltet ihr aber auch nicht durch das Holz durchbohren.

13. Mit den restlichen drei Markierungen fortfahren. Zum Schluss kontrolliert ihr, ob alle vier Löcher ungefähr gleich tief sind und korrigiert eventuell noch einmal.

14. Holzspäne mit einem Staubsauger wegsaugen. Mit dem feinen Schleifschwamm von Bosch könnt ihr nun noch einmal über die Kanten der Aussparungen gehen, damit das Holz auch dort glatt ist.

15. Wer mag, kann das Holz nun noch ölen oder lackieren. Ich habe mich aber für die Naturoptik entschieden.

16. Zum Schluss werden die Kerzen vorsichtig in die Löcher gedreht, damit sie fest im Kerzenhalter sitzen.

Was sagt ihr zu meinem selbst gemachten Schmuckstück? Hier könnt ihr es noch einmal im fertigen Zustand bewundern:

Da ich in diesem Jahr etwas spät dran mit meiner Weihnachtsdekoration bin, habe ich meinen Kerzenhalter direkt als Adventskranz verwendet. Dafür habe ich mit dieser Technik (Kranz Nummer 3) einen kleinen Kranz mit Tannenzweigen und Eukalyptus gebunden und auf den Kerzenständer gelegt.

Eure Anne ♡

* Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Bosch Home & Garden. Meine Meinung bleibt davon wie immer unberührt. Die Idee und das Konzept für diesen Beitrag stammen von mir.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*